LandySprinter
"Er" steht immer so schräg...

„Er“ steht immer so schräg…

…da muss sich was ändern!

Ein Transporter wird immer abwechselnd ein- und ausgeladen. Dadurch wird das Fahrwerk auch immer mal wieder be- und entlastet.

Bei einem Kastenwagen mit Campingausbau ist es doch ein wenig anders:

Die Belastung ist immer hoch und wird durch die Beladung noch größer. Das alles hat zur Folge, dass das Fahrwerk schneller nachgibt. Gerade im beladenden Zustand wird es deutlich. Das Fahrzeug hängt vor allem hinten. Dass muss sich ändern.

Viele Optionen kommen in Frage:

  • Eine zusätzliche Lage Blattfedern hinten
  • In Kombination mit neuen Dämpfern
  • Luftfeder hinten
  • Luftfeder rund um
  • Neuer Stabilisator an der Hinterachse

Bestimmt habe ich noch einiges vergessen, aber das soll erstmal reichen.

Was will ich erreichen:

  • Je nach Beladungszustand soll das Fahrzeug gerade stehen
  • Es soll immer der optimale Federweg zur Verfügung stehen
  • Der Rampenwinkel und die Bauchfreiheit sollen bei Beladung konstant bleiben
  • Der Komfort soll bei Beladung gleich gut bleiben

Mit diesen Zielen ist schnell klar:

es wird eine Zusatzluftfeder an der Hinterachse.

Sich dann für einen Hersteller zu entscheiden und eine Partnerwerkstätte zu finden, ist immer wieder ein Akt und Geschmacksache. Oft entscheiden die Kleinigkeiten. In diesem Fall hat aber ein technischer Aspekt den Ausschlag gegeben. Es ist die Größe der Luftbälge und der damit einhergehende erforderliche Luftdruck. Größere Bälge, in diesem Fall 8“, benötigen meist weniger Druck. Weniger Druck im System kann längere Lebensdauer bedeuten.

Da ich eine größere Reifengröße fahre, ist es nicht allen Herstellern möglich, einen großen Luftbalg zu verbauen. So ist meine Entscheidung für eine Zusatzluftfeder an der Hinterachse von

Quelle: VB airsuspension

gefallen. Auch weil es beim Einbau keinen Garantieverlust bei Daimler gibt. Können sicher auch andere, aber das Gesamtpaket war mir am sympathischsten.

Soweit mal die Technik und jetzt noch die Entscheidung:

wer baut mir das Ganze ein?

Selbst einbauen ist sicher auch möglich aber ohne Hebebühne nur sehr mühsam.

Der bekannteste Händler in meiner Nähe ist

"Er" steht immer so schräg...

Ein Kostenvoranschlag ist nach kurzer, freundlicher und kompetenter Beratung schnell per Mail angekommen. Auch ein Termin ist kein Thema.

Na dann mal los.

Morgens los und mittags wieder nach Hause. Erfreulicherweise darf ich nach Absprache ein wenig bei der Montage zuschauen und auch ein paar Bilder machen. Hat den großen Vorteil, dass ich jetzt weiß, wo und wie alles verbaut ist, damit ich im Falle eines Falles auch selbst Hand anlegen kann.

Nach kurzem Einwiegen des Fahrzeuges geht es los. Erst mal mit der Arbeitsvorbereitung.

Dann die Trägerplatte für den Balg anbringen anstelle des Anschalgpuffers am Rahmen und den Halter an die Achse schrauben.

Das Bauteil auf der Achse wird an den Befestigungspunkten des Stabis mit aufgenommen.

Die Luftleitungen werden bis vor zur Verteilung geschützt am Unterboden entlang geführt. In Fahrtrichtung links findet der Kompressor einen geschützten Platz. Angesteuert über ein Relais und abgesichert durch eine Sicherung direkt in Batterienähe.

"Er" steht immer so schräg...

Um das Ganze zu bedienen fehlt nur noch das Bedienteil.

"Er" steht immer so schräg...

Da es sich um ein 2-Kreissystem handelt werden, der linke und rechte Luftbalg getrennt angesteuert. Hat den Vorteil, auf ungleiche Beladung reagieren zu können. Wobei während der Fahrt der Unterschied nicht zu groß sein sollte.

Im Originalenzustand sind die Verbinder und T-Stücke aus Kunststoff. Diese werden gegen Metallverbinder ausgetauscht, die deutlich langlebiger sind.

"Er" steht immer so schräg...

Zu guter Letzt muss das Bedienteil noch an seinen Platz. Es kommt an die Stelle der Ablage unter dem Klimabedienteil. Die habe ich sowieso kaum in Verwendung, nachdem mir zweimal mein Handy rausgerutscht ist.

"Er" steht immer so schräg...

Bei einem Betriebsdruck von 2 Bar ist im ungeladenen Zustand die optimale Höhe eingestellt.

Auf der Heimfahrt ist der Komfortgewinn noch nicht so sehr zu spüren, was vor allem an dem hohen Luftdruck der Reifen liegt. Bin gespannt, wie er sich beladen fahren wird.

In den nächsten Tagen muss ich mal die Höhe messen, damit ich einen Anhaltspunkt habe, welches die beste Höhe ist.

Ach so: und danke an Carsten Stäbler und sein Team, sehr nett, kompetent und zuvorkommend.

Ich mache hier keine Werbung, ich habe alles selbst bezahlt.

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