LandySprinter
Reisetagebuch...

Reisetagebuch…

…ein Versuch auf diesem Roadtrip

  • In Kürze

Anfang Juni 2022 geht es nach langer Zeit wieder auf eine lange Tour, die Ziele sind umrissen, aber noch nicht final definiert. Ich möchte dieses Mal probieren, jeden Tag (oder fast) ein paar Bilder zu veröffentlichen und ein wenig Text dazuzuschreiben. Inhalt soll sein, wo bin ich, wie geht es mir, was habe ich erlebt, wer ist mir begegnet. Mal schauen, ob ich die Disziplin aufbringe, ich bin selbst gespannt.

Wie immer beginnt alles mit der Planung der Ziele. Dieses Mal geht es über den Schweizer Jura entlang der Doubs in die Ardèche, um dann, mal wieder für ein paar Wochen in die Pyrenäen zu fahren. Dort will ich mich an den Pistenkuh Büchern: Pyrenäen und Nordspanien (Geisterdörfer) orientieren, wobei die Dörfer das vorrangige Motto sein soll.

Der neueste Beitrag steht immer ganz oben, so finde ich es einfacher zu lesen. Viel Spaß dabei und gerne einen Kommentar da lassen (dann doch am Ende der Seite) und weiter sagen.

Und wenn ihr danach auch Lust habt auf Van Life und einen eigenes Wohnmobil haben wollt dann kann ich vielleicht helfen.

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  • 30.06.2022-02.07.2022

Die Richtung ist klar, Norden, aber nicht ohne nochmal am Strand Mittag zu essen.

Schon früh geht’s wieder los, 9:00 Uhr Abfahrt. Bier und Wein und ein wenig zu Essen muss ich noch einkaufen. Da bieten sich die großen Supermärkte an, da dort der Sprit meist auch „günstiger“ ist.

Bei Beziers werde ich fündig und habe gleich den größten herausgesucht. Ich war völlig überfordert von so viel Angebot. Nach einer Stunde ist alles erledigt und eingeräumt. Bleibt noch das Tanken. Überwiegend ohne Personal wird hier mit Kreditkarte getankt, nur leider haben die Betreiber die 100 € Grenze nicht aufgehoben, so heißt es zweimal die Karte bemühen.

Da der Lavendel blüht, habe ich mir als Ziel die Gegend um Apt bzw. Sault gesetzt. Bis Avignon geht es über die Autobahn. Zwischen den Städten werde ich fündig. Unglaublich schön, überall liegt der Duft von Lavendel.

Da es so schöne Eindrücke sind, kann ich mich nicht entscheiden welche Bilder ich zeigen will, daher sind es sicher viel zu viel, aber was solls.

Der kleine Camping municipal von Sault ist perfekt als Basis für eine Runde durch die Stadt und mit 14 € auch noch sehr günstig und die Betreiber sind wie immer sehr nett.

Das Städtchen lebt den Lavendel, alles ist darauf ausgerichtet und die Bauern haben hier ihre Geschäfte, es lohnt sich.

Nach zwei Bier auf einer schönen Terrasse mit Blick auf die Felder geht es wieder zurück, in die Hängematte.

Der Plan für den nächsten Tag steht auch schon. Es geht über Den Berg der Provence, den Mont Ventoux, den ich noch aus Mercedes Zeiten kenne, aber immer wieder eine Überfahrt wert ist.

Weiter geht es dann in Richtung Vercors, ein Tipp den ich in Spanien von einem Landyfahrer bekommen habe. Das kleine Skidorf Gresses-en-Vercors ist das Ziel. Wieder ein kleiner Campingplatz, auf dem ich noch zwei Nächte bleiben möchte, um in Ruhe Wandern zu gehen.

Über Komoot habe ich eine schöne Runde gefunden. Und die Mühen haben sich gelohnt und natürlich hat es auch Spaß gemacht.

Sogar der Mont Blanc ist am Horizont zu erkennen, grandios

Fast ist mein Roadtrip jetzt zu Ende. Ich fahre noch bei Freunden vorbei und wenn ich wieder zu Hause bin, mache ich noch ein und schon einen kleinen Ausblick auf die nächste Reise.

Also immer schön dranbleiben und immer mal wieder vorbeischauen.

  • 26-29.06.2022

Nach dem schönen Tage in Nocito geht es also weiter, diesmal über die Pyrenäen in Richtung Frankreich. Das Ziel ist die Tarn Schlucht.

Wobei ein Geisterdorf liegt noch auf dem Weg und das werde ich mir nicht entgehen lassen.

Die schönen Büsche sind sehr auffallend in dieser Gegend, ganze Hänge sind damit bewachsen, aber nur in ganz bestimmter Meereshöhe alles so um 1200 bis 1400 Meter, drunter nichts und drüber auch nichts.

Das Dorf Lúsera liegt wie so oft auf einem Hügel und ist ohne Offroad-Einlage gut zu erreichen. Und teilweise noch recht gut erhalten.

Es führt mitten durch, ein Wanderweg der anscheinend auch häufig genutzt wird und teilweise wird liebevoll dekoriert.

Es geht weiter in Richtung Frankreich, steil nach oben über schmalen Brücken.

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Und es finden sich auf fast 2000 m tolle Plätze für die Nacht, leider noch ein wenig früh heute und es stürmt.

Aber der Platz ist gespeichert.

Das Wetter schlägt um und es gibt für Teile von Frankreich Unwetterwarnungen und bedauerlicherweise auch für mein Ziel. Und jetzt kommen die großen Vorteile eines WoMos zum Tragen. Wo ist schönes Wetter die nächsten Tage? Am Meer? Na dann eben da hin. Und einfach rechts abgebogen.

Es war dann doch ein extrem langer Tag, der so nicht geplant war, aber egal, der Platz ist toll und fast leer, immer noch.

Ich genieße hier ein paar Tage das Strandleben, bevor es dann endgültig Richtung Heimat geht.

  • 24-25.06.2022

Um die nächste Strecke zu erreichen, ist ein Überführungsetappe erforderlich.

Es sind ca. 100 km. Wieder den Berg runter über Schotter und dann über kleine Straßen zum Einstiegspunkt des nächsten Tracks.

Heute scheint ein tierischer Tag zu werden, erst die Küche, die mir noch mehrmals den Weg versperren werden, dann Ziegen und Schafe.

Durch die kleinen Straßen waren die 100 km wieder erst in 4 Stunden gefahren. Für den ganzen Track ist es jetzt auch zu spät. Ein kleiner Campingplatz lädt zum Übernachten ein. Das kleine Dorf Nocito liegt in einem Tal und kommt mir irgendwie bekannt vor. Als ich auf den Platz fahre, wurde mir klar, ich war ich schon mal. 2017 mit einem Freund mit 2 Fahrzeugen. Alles ist noch wie gehabt, außer dass die Duschen neu gemacht wurden, alles Top und super freundlich.

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Nach dem Einrichten beschließe ich noch eine Runde zu laufen, flussaufwärts soll es ganz nett sein.

Und stimmt, ist es wirklich.

Und falls sich jemand fragt, ob ich baden war. Ja war ich und ich kann euch sagen es ist Sau kalt, aber herrlich.

Abends beim Platzbetreiber war ich dann noch lecker essen bei toller Aussicht und viel Rosé.

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Der nächste Tag schreit wieder nach einer kleinen Wanderung, ich denke mal so 10 km wären genug.

Es hat sich auch das gelohnt

Sogar ein Gipfel war dabei

Und zwar dort oben

Der Tag klingt aus, morgen geht es weiter. Zusammenräumen, Kochen, Abwaschen, Auto ausfegen steht vorher aber noch an. Die ganze Region bietet sich für einen längeren Aufenthalt gerade zu, vor allem in der Nebensaision.

Noch ein Geisterdorf erkunden und dann langsam wieder in Richtung Frankreich. Auch ich muss an die Heimfahrt denken. Wenn ich es schaffe, einen großen Rutsch in die Tarn Schlucht. Je nach Wetter.

  • 23.06.2022

Nach den sehr schönen Tagen in Ainsa, geht es heute weiter, nicht sehr weit, gerade mal 50 km. Aber der Platz ist so grandios, dass ich den anfahren muss. Und auch, weil ich dort eine Mission habe.

Ich war dort am 18. Oktober 2020 schon mal und habe bei einer Wanderung auf einen nahegelegenen Berg einen „Wunschstein“ beschriftet und dort hinterlegt. Zum einen will ich schauen, ob er noch da ist und noch zu lesen ist und zum anderen will ich dort wieder einen Stein hinterlegen. Der letzte Wunsch ist nämlich in Erfüllung gegangen, daher ein zweiter Versuch. Mehr wird aber nicht verraten, sonst klappt es ja nicht. Da wird sich sicher der eine oder andere, der mich kennt, sich wundern, dass ich sowas mache, aber warum nicht, wenn’s hilft.

Aber auch die Fahrt zum Collado de Sahun ist beeindruckend, leider gibt es nicht viele Möglichkeiten anzuhalten, da es meistens einspurig ist.

Die Strecke geht die letzten 15 km über Schotter, teilweise ein wenig ausgefahren, aber kein Problem. Na wenn das mal nicht ein toller Platz ist!

Dann auf zur Mission!

Ein steiler aber guter Weg führt von 2025 m auf 2181 m. Oben bietet sich ein toller Rundumblick

Mission erfüllt und der Stein war noch lesbar!

Beim „Abstieg“ sind mir dann noch diese „Freunde“ vor die Linse gelaufen.

Die sind echt süß

Und zur Belohnung dann noch ein Sonnenuntergang der besonderen Art, wie ich finde.

Danke Natur, für dieses Schauspiel!

  • 22.06.2022

Ich mache das Beste aus gesperrten Straßen und Waldbrandgefahr und möchte die Stadt Ainsa erkunden.

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Vom Campingplatz aus sind es ca. 10 Minuten zu Fuß, also kein Problem.

Schon beim Aufstieg bieten sich schöne Ausblicke

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Oben angelangt, schaue ich mal zurück. Die kleinen roten Sonnenschirme sind gut zu sehen (Pfeil). Die stehen am Pool vom Campingplatz.

Schon die ersten Meter sind toll, was für ein schöner kleiner Ort.

Nach so viel Eindrücken erstmal eine Stärkung (für 6,80 €)

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Von der Stadtmauer aus hat man einen schönen Blick auf den Plaza Major und den Kirchturm

Sogar Rosen blühen noch bei der Hitze, sicher liebevoll gepflegt.

Zurück auf dem Platz ein wenig lesen, baden, schlafen.

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Mal wieder alleine am Pool. Morgen wieder ein wenig Offroad, hoffentlich hält das Wetter.

  • 21.06.2022

Heute steht wieder Offroad auf dem Plan und die Besichtigung von 2 bis 3 Geisterdörfer. Wobei mir die Trockenheit ein wenig sorgen macht. Immerhin fahre ich mit einem brennenden Feuerzeug durch die Gegend. Punkt 9 Uhr geht es los, die Kühle des frühen Tages ausnützen.

Der erste Stausee, die Canelles-Talsperre ist erreicht und es geht gleich los, über eine schmale hohe Brücke.

Das Wasser wird wohl nicht reichen, diesen Sommer. Der Weg zum Dorf Finestres ist zwar ganz gut zu fahren, aber sehr holprig, trotz Luft ablassen.

Das Dorf ist erreicht und teilweise noch in gutem Zustand.

Aber es gibt auch andere „Gebäude“

Ganz vorne an der Kante, die eine grandiose Sicht auf den See freigibt

Kommt noch die Muralla China de Finestres zum Vorschein. Ein außergewöhnliches Naturschauspiel.

Die Strecke geht weiter sehr holprig und heiß zum nächsten Dorf Fet.

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Das Ganze ist sehr zugewachsen und das Dorfinnere ist schlecht zu erreichen, so spare ich mir das genau erkunden. Aber vor zur „Kirche“ laufe ich noch.

Nach 5 Stunden Offroad und Hitze hat mich die Asphaltstraße wieder. Tagesziel ist Graus, aber der Name ist Programm, es ist kein schöner Ort. Da es heute schwere Gewitter geben soll, möchte ich nicht freistehen, so suche ich mir einen Campingplatz weiter im Norden in Richtung Sahun. Da in der Nähe ist mein nächstes Ziel, ein Aussichtspunkt, den ich kenne und den ich unbedingt wieder besuchen will. Aber auch diese Straße ist gesperrt diesmal wegen Erdrutsch, so entscheide ich mich einfach nach Ainsa zu fahren und dem Tipp von Gerald auf den Grund zu gehen. Da bleibe ich 2 Nächte und versuche dann den Aussichtspunkt zu erklimmen. Morgen wird der Ort erkundet.

  • 20.06.2022

Der Plan war so schön und die Hoffnung auf einen grandiosen Sternenhimmel noch größer.

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Da ganz oben sollte es hochgehen, aber die große Trockenheit hat die Feuerwehr veranlasst den Zugang zu begrenzen und nur bestimmt Fahrzeuge durchzulassen (Bauern, Handwerker usw.)

Ich habe es dann noch von der anderen Seite her probiert, aber auch hier war alles dich bzw. ich wollte mich nicht über die Schilder hinwegsetzen.

Derzeit ist frei stehen allgemein untersagt wegen der hohen Waldbrandgefahr. Also wieder Campingplatz.

Aber die Landschaft entschädigt für den verpassten Sternenhimmel.

Der kleine Campingplatz biete wieder alles inkl. Pool und einen sehr netten Betreiber Paco. Die Nacht kostet 12€ und ich habe den Platz für mich alleine.

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Nach dem Pool noch Essen kochen und genießen mit kühlem Rosé.

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Mehr war an diesem Tag nicht los, aber bei knapp 40 °C soll es auch reichen.

  • 17-19.06.2022

Die letzten Tage habe ich es bei der Hitze ein wenig ruhiger angehen lassen und den schönen Pool genossen. Ein wenig Ordnung gemacht im Sprinter.

Da ich ja derzeit ein wenig Probleme mit dem Kühlschrank haben (die sich aber komischerweise bessern) musste ich ein wenig auf meine „Notrationen“ zurückgreifen. Ich habe mir dieses Mal, auf einen Tipp hin, ein paar Fertiggerichte aus dem Mühlenmarkt bei der Geroslauermühle mitgenommen. Und zwar Fertiggerichte in Einweckgläsern. (keine Werbung, alles selbst gekauft)

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Und was soll ich sagen, es war sehr lecker. Vor allem hält das Essen recht lange, auch ohne Kühlung. Klar, die Königsberger Klopse von Mama sind besser, aber ich fand es richtig gut. Und optisch ist es auch nicht so schlecht.

Sonst habe ich das Restaurant sehr genossen und schönen Abende verbracht mit tollen Gesprächen. Danke Gerald, wir sehen uns! Fahr vorsichtig.

Dann noch ein Dank an Iris für diesen Ausrüstungsgegenstand.

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Es erleichtert doch sehr vieles.

Morgen geht es aber definitiv weiter und die Planung dazu steht auch schon.

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Nicht sehr weit, aber ich weiß nicht, ob mein Plan aufgeht. Daher habe ich ein wenig Puffer eingebaut. Das Obvervatori de Montsec könnte ein toller Platz für eine Nacht sein, mit schönem Sternenhimmel. Mal sehen, ob es klappt. Ich werde hier wieder berichten. Passt auf euch auf.

  • 16.06.2022

Heute ist Kühlschrank Tag, mal sehen, ob noch was zu retten ist. Ob ein offensichtliches Problem zu erkennen ist. Als erste muss ich ihn leer machen. Freundlicherweise darf alle meine Sachen in einer Box ins Kühlhaus des Restaurants stellen. Vielen Dank dafür.

Also alles raus und das Gefrierfach abtauen, komischerweise ist da ordentlich Eis drin. Dann das Bettzeug zur Seite und den Lattenrost abgeschraubt.

Kompressor Check auf Undichtigkeiten, alles OK

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Lüfter und Lüftungsgitter Check, alles OK

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Ein wenig die Leitungsverlegung optimiert

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Alles wieder zusammenbauen.

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Das Ganze liest sich sicher als wäre es so Ruckzuck, erledigt, aber bei weit über 30 °C schon morgens um 8:00 ist es echt hart und schweißtreibend.

Daher ist danach Pool angesagt

Und da ich nichts zu Kochen habe, abends ins Restaurant zum Tagesessen.

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Morgen geht es ans Wäschewaschen und Route Planen, mal sehen, wo es mich hin verschlägt.

Euch allen schon mal ein schönes Wochenende. Die Hitze kommt jetzt zu euch.

  • 15.06.2022

Heute verlasse ich den schönen See, der mir immer in Erinnerung bleiben wird. Ich komme bestimmt wieder.

Die Strecken stehen fest, muss ich also nur noch entsorgen und einkaufen. Um 9:00 macht der Supermarkt auf. Punkt 10:00 ist alles erledigt und es kann losgehen. Eine kurze Strecke auf Asphalt und dann geht es Offroad weiter.

Maximale Geschwindigkeit 40 km/h und nicht mehr wie 16t. Bei uns wäre das gerade mal ein Wanderweg.

Über schönen Schotterstrecken geht es langsam hinauf.

Mit einem letzten Blick auf den See. Dann taucht das verlassene Dorf auf einem Hügel auf.

Das Ganze zieht sich noch. Aber nach einer Stunde bin ich angekommen.

Schon ein komisches Gefühl und auch ein wenig Gruselig. Aber sehr spannend.

Hier sind vor „kurzem“ noch die Einwohner gelaufen, die Straßen und Gassen sind gut zu erkennen.

Auch die Aussicht war nicht schlecht von hier oben. Aber was hilft es, wenn es nicht reicht zum Leben.

Noch ein paar weitere Impressionen.

Am besten erhalten ist der Glockenturm, es war mir aber zu gefährlich weiter reinzugehen. Mich wundert nur das die Glocken noch hängen, mindestens zwei.

Die Totenruhe haben sie beim Auszug nicht gestört. Sie sind sehr wahrscheinlich noch da.

Es geht weiter und die Landschaft gibt nochmal einen Blick auf das Dorf Claramut frei.

So langsam wird die Hitze unerträglich, die 40 °C sind erreicht und Wind hat es auch leider kaum. Die Landschaften und Aussichten sind aber grandios.

Nach 5 Stunden und gerade mal 75 km erreiche ich mein Ziel für die nächsten Tage, bei der Hitze macht es keinen richtigen Spaß. Erstmal einrichten und eine kleine Stärkung.

Bis zum Abendessen im Restaurant. Übrigens sehr lecker und zu empfehlen.

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Kleines Update zum Kühlschrank: Er macht weiter Problem, gestern nach dem Einkaufen ging es nicht mehr unter 15° C. Komischerweise ist das Gefrierfach immer noch voll Eis. Ich werde morgen alles ausräumen und mal schauen, ob sich was machen lässt.

  • 13-14.06.2022

Und was macht ihr bei der Hitze? Hier hat es über 40 °C. Wandern ist aussichtslos. Also bleibt nur.

Baden, Hängematte, Baden, Hängematte, Baden, Hängematte, Baden, Hängematte, viel mehr ist einfach bei über 40 °C nicht drin.

Auch Essen macht nicht wirklich Spaß bei der Hitze. Ein wenig Obst und viel Trinken, das muss reichen.

Sorgen macht mir ein wenig mein Kühlschrank, klar er ist eng umbaut und um ihn herum herrschen ca. 45° C. Ich sorge schon für viel Belüftung, aber wo soll die kühle Luft auch herkommen. Er schafft es kaum auf 10 °C und saugt mir nachts ca. 40Ah aus der Batterie. Das kommt zwar am nächsten Tag dann zum größten Teil über Solar wieder rein. Dazu muss ich aber in der Sonne stehen, auch nicht so toll. Ich lasse morgens den Motor mal für eine halbe Stunde laufen, das hilft. Ich muss also auf das Essen aufpassen, dass es mir nicht schlecht wird. Bei diesen Temperaturen ist Vorrat halten nicht ganz so einfach. Das war meine alte Kühlbox von Waeco deutlich effektiver, die hat auch bei 40 °C keinerlei Probleme gemacht. Immer schön kaltes Bier.

Heute Nacht ist Vollmond, ein besonders großer sogar, mal sehen, ob ich den noch „einfangen“ kann.

Da es in den nächsten Tagen noch heißer wird, mache ich morgen eine kleine Offroad Tour (Pistenkuh 4PC und 4CV zum Teil) und verbinde es mit einkaufen. Dann geht es auf einem schönen Campingplatz mit Pool, Schatten und Restaurant.

  • 12.06.2022

Nach einer extrem ruhigen Nacht will ich noch einen Tag hierbleiben. Leider macht mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es sind Gewitter angekündigt ab Nachmittag. Wenn es stark regnet, wird die Piste zu einer Schlammschlacht und sehr rutschig. Auch steigt die Steinschlaggefahr extrem an, nach Niederschlägen. Daher besser kein Risiko eingehen und wieder runter. Aber nicht wie gedacht den gleichen Weg zurück, sondern noch ca. 30 km die Piste entlang, um dann auf einer kleinen Straße nach La Pobla de Segur zu fahren. Ein kleiner Spaziergang ist aber noch drin, es gibt noch einiges zu sehen hier.

Die Stadt in der Bildmitte rechts, ist mein heutiges Ziel. Aber immer schön vorsichtig, zwei Plagegeister treiben hier ihr Unwesen, zum einen gibt es Zecken ohne Ende und die Eichenprozessionsspinner in den Bäumen.

Ein kleiner Aussichtspunkt lässt weit blicken.

Eine schöne Kapelle gibt es auch. Sehr gepflegt, es brennt sogar eine Kerze. Eine kleine Spende für den Verein lasse ich auch da, dafür trage ich mich auch in das Buch ein. Danke!

Vor der Kirche noch eine Predigt, von mir an mich. Mal sehen ob es hilft.

Und noch ein paar Impressionen, bevor es losgeht.

Das lässt sich leider nicht vermeiden, auch wenn es weh tut.

Um mein Telefon und mein Navi vor allzu großer Sonneneinstrahlung zu schützen, lege ich meine Isomatte für die Windschutzscheine davor. Blendet zwar ein wenig, aber es hilft deutlich.

Ein zweites Frühstück am Refugi. Mit Brioche und Marmelade.

Die Strecke verläuft schön durch Wälder, von gelegentlichen Quellen unterbrochen. Da habe ich gleich mal mein Trinkwasser aufgefüllt.

Kurz vor dem Ziel nochmal getankt (Aua) und dann zur Belohnung ein Bad im herrlichen See.

Und dann Wein und Lagerfeuer

Ein wenig Wehmut macht sich breit, 2020 war ich schon mal hier, im Oktober. Da hat sich eine Beziehung angebahnt, genau an diesem Ort, zuerst auf Distanz und dann doch in echt. Bedauerlicherweise war es nicht von Dauer, aber die Erinnerung schmerzt doch noch.

Morgen ist ein neuer Tag, ein guter Tag, ein Ruhetag. Gute Nacht.

  • 11.06.2022

Der nächste Morgen war wie zu erwarten nicht ganz so einfach, aber was solls, es muss ja weiter gehen und mein Platz ist auch schon vergeben. Abgesehen davon ist Wochenende und es wird sehr voll. Was liegt noch an? Wasser füllen, Rechnung bezahlen, Müll entsorgen, Schwarzwasser entsorgen, Grauwasser entsorgen. Um 9:00 geht es los. Ohne große Probleme geht es voran, nur die Hitze ist ganz schön hart, selbst auf fast 1600 Meter sind es deutlich über 30 °C. Meine kleine GPS-Maus und mein Telefon haben sich bei der Sonneneinstrahlung verabschiedet. Da werde ich mir wohl was einfallen lassen müssen.

Das heutige Ziel ist ein Stausee in der Nähe von La Pobla de Segur, da war, ich schon einige male und wenn ich den Platz bekomme, den ich mir vorstelle, ist es dort herrlich, auch wenn die Erinnerung an das letzte Mal nicht so schön sind, aber davon später mehr. Leider ist Wochenende und da wird es voll sein. Ich brauche also ein Zwischenziel. Bei der kleinen Pause vorhin kam mir der Gedanke vielleicht eine kleine Offroad Strecke einzubauen. Im Pistenkuh Buch Pyrenäen und in den Daten werde ich schnell fündig. Die 3SB2 in die Sierra de Boumort. Ein kurzes Stück zu einem Refugi und am nächsten Morgen dann wieder zurück. Der Plan steht.

Nach fast 8 Stunden fahrt endlich angekommen. Auf der Strecke habe ich keine Bilder gemacht, ich bin dann doch ein wenig in „Stress“ gekommen. Die Strecke hat es ganz schön in sich. Da wäre ein Beifahrer manchmal sehr hilfreich. Steil, eng, sehr holprig.

Mit dem Verbrauch kann ich eigentlich ganz zufrieden sein, bei den Preisen nicht zu unterschätzen. Und jetzt ein wenig die Gegend erkunden und ein Feierabend-Bier und eine Brotzeit. Prost!

  • 09.06.2022 – 10.06.2022

Morgens kommt der Sturm. Tisch und Stuhl liegen verteilt auf dem Platz, aber nichts kaputt. An Frühstück draußen ist nicht zu denken, da würden die frischen Croissants davon fliegen. Aber auch im Sprinter lässt es sich bei dem Ausblick herrlich Speisen.

Trotz des Sturmes gehe ich doch eine Runde an den Strand. Das Wasser ist bei ablandigem Wind immer sehr kalt, weiter als bis zum Bauch komme ich nicht. Weichei! Aber so eine Runde ist immer wieder aufs neue schön, vor allem wenn es soooo leer ist.

Ganz am Horizont ist mein nächste Ziel zu sehen, die Pyrenäen. Ich freue mich darauf vor allem, weil die Wettervorhersage bis über 40 °C angesagt hat, da bieten die Berge eine gute Option.

Diese Quallen sind schon irgendwie faszinieren.

Normalerweise sammle ich keine Muscheln, sie verstauben ja dann doch zu Hause auf irgend einem Regal, aber die waren so schön, da musste ich eine Ausnahme machen.

Nächster Tag ein neues Glück. Heute ist ein wenig Ordnung machen angesagt. Den Sprinter ausfegen, die Matten ausschüteln, Luft aus den Reifen lassen, so auf 2,5 Bar für mehr Komfort auf schlechten Strassen.

Danach eine Kneip(p)kur. Es geht erst nach links den Strand entlang und dann ganz nach rechts. Jeweils am Ende gibt es eine Standbar. Ich kann diesen Ort nicht verlassen ohne da vorbei zu schauen und zu probieren ob auch alles in Ordnung ist.

Immerhin sind das insgesamt fast 8 km und das bei über 30°C. Ja ich gebe zu mit dem Füssen im Meer gibt es wirklich schlimmeres.

Vormittags nach links zum Boudha Club zu Croissant und Café und dann weiter zur Mosquito Coast mit Rosé und Burger. Alles für gut befunden, hier war ich nicht das letzte mal ganz sicher.

Die Routen Planung für morgen steht jetzt auch endlich. Entweder hat der Rosé dafür gesorgt dass es so lange ging oder ich war einfach ein wenig aus der Übung. So wird es morgen laufen.

Über 300 Km mit Pausen sicher 5 Stunden, vielleicht auch weniger wenn ich keine Lust mehr habe. Ein paar Ausweichplätze für die nacht hab ich schon identifiziert.

Nach so viel Arbeit und da es heute der letzte Badetag ist und der Strandurlaub somit fast zu Ende ist, bleibt die Küche heute kalt. Mein erster Gedanke war auf dem Platz in das Panorama Restaurant zu gehen, aber nach einem kurzen Blick in Google habe ich etwas Besseres gefunden. Das Le Croq ein paar 100 m weiter. Sieht nett aus, scheint was los zu sein. Das wird es!

In der Speisekarte ist auch schnell ein Menü gefunden, das alles hat, was ich heute brauche. Wer jetzt keine Meeresfrüchte mag, einfach weiter scrollen.

Bei mir zu Hause gibt es Austern immer nur in so schickimicki Läden. Da vergeht mir der Appetit schon beim Lesen der Preise. Hier ist das völlig normal und die sind tagesfrisch, der Betreiber des Restaurants ist auch gleichzeitig der Züchter, hier vor der Haustür. Frischer geht es nicht. Sie waren super lecker und der Preis? Ein halbes Dutzend für 9 €, völlig OK.

Und jetzt zum gemütlichen Teil, ich wechsle in die Bar nebenan. Auf ein, zwei, drei Mojitos. Na dann gute Nacht.

  • 07.06.2022 – 08.06.2022

Nach dem Frühstück und begleichen der Rechnung auf dem Platz geht es heute weiter in Richtung Zentralfrankreich um dann Westlich von Andorra in die Spanischen Pyrenäen “abzubiegen”. Vorher steht noch das “schmerzhafte” Tanken auf dem Programm und ein kleiner Einkauf ist auch nötig.

Das Schönste an Plänen, die man für sich macht, ist, dass man sie auch einfach ändern kann. Nach ca. einer Stunde Fahrt bekomme ich einen Anruf von Freuden, die auf dem Heimweg von Spanien nach Deutschland sind. Sie wollen noch ein Zwischenstopp am Mittelmeer machen. Da wir fast auf gleicher Höhe sind, biege ich ab in Richtung Gruissan und schaue nach einem Campingplatz für die Nacht. Der erste war ein reiner Hüttenpark, beim zweiten hatte ich mehr Glück. Zwar sehr Touristisch aber da wir ganz vorne fast am Strand stehen können sollte es passen. Schnell sind zwei Plätze nebeneinander gebucht und ich kann meinen direkt beziehen. Der Platz ist überraschend fast leer, sehr zu meiner Freude.

Mein erster Gang führt mich zum Strand und was soll ich sagen, am besten nichts und die Bilder wirken lassen.

Auch Charlie, mein Tagesgast für ein paar Wochen vor meiner Abreise hat sichtlich Spaß an dem riesigen Sandkasten. Und er war sogar im Wasser, zum ersten Mal in seinem noch Jungen leben. Bravo!

Abends dann bei Spaghetti Bolognese, Salat, Bier und Rosé den Tag ausklingen lassen.

Nächster Morgen: Sonnenaufgang 6:08 Uhr. Die Sonne kommt aus dem Meer. Alle Vorbereitungen sind getroffen.

Leider haben dramatisch Wolkenformationen verhindert, dass die Sonne wirklich aus dem Meer steigt. Aber mal sehen, vielleicht wird es morgen was, wenn ich es aus der Koje schaffe, so ohne Hilfe.

Uns was soll ich sagen, ich bleibe einfach noch einen Tag. Baden, Strand, essen gehen, nichts tun, lesen, denken. Perfekt. Und morgen? Egal, was eben kommt.

  • 06.06.2022

Wieder eine schöne Nacht mit ein wenig Regen, leider hat es keine großartige Abkühlung gebracht. Trotz des Feiertags ist es heute bei weitem nicht so voll auf dem Wasser wie am Sonntag. Dennoch liegen am Ufer noch Unmengen an Plastik Booten auf Kunden.

Am Tag zuvor hatte ich auf der kleinen Wanderung keine Kamera dabei, das hole ich heute nach. Wir laufen die gleiche Runde nochmal. Hier eine Auswahl der Bilder. Es hat sich gelohnt, wie ich finde.

Morgen geht es dann für mich weiter in Richtung Pyrenäen, aber ich war sicher nicht das letzte Mal hier.

  • 05.06.2022

Nach einer sehr ruhigen aber ein wenig warmen Nacht lasse ich es heut ruhig angehen. Hängematte aufbauen, Tisch und Stuhl vor die Tür und den Platz erkunden. Der Campingplatz Camp der Gorges liegt direkt an der Ardèche mit Zugang zum Wasser. Ich habe mehr Camper erwartet, vor allem weil gerade Pfingstferien sind, aber so ist es natürlich besonders schön.

Am morgen ist der Fluss noch recht ruhig, aber ein leichter “Donner” kündigt schon die ersten Paddler an. Donnern deshalb, weil die Plastikboote über die Steine des Ufers gezogen werden und es sich so anhört als würde gleich ein Gewitter losgehen.

Matthias zeigt mir ein wenig die Gegend und wir laufen auf einem Pfad entlang des Flusses. Leider ohne Kamera, weil wir zweimal den Fluss überqueren müssen. Und das wo ich doch so ein Weichei bin bei kaltem Wasser. Aber schauen wir mal.

Ein herrlicher Rundgang über 2 Stunden, mit immer wieder fantastischen Einblicken auf den Fluss und die umliegenden Felsen. Kaum vorstellbar, dass der Fluss vor vielen Millionen Jahren mal ganz dort oben war. Vielleicht muss ich morgen doch nochmal mit der Kamera los.

Beim durchwaten des Flusses zeigt sich, dass das Wasser überhaupt nicht kalt ist und es sogar zum ausgiebigen Plantschen einlädt. So lasse ich mir das gefallen und freu mich schon auf die nächste Überquerung.

Wieder zurück muss ich mich jetzt doch wundern über die Massen an Menschen, die hier paddeln wollen, es sind hunderte, mit nicht viel weniger Paddelbooten. Eine unglaubliche Industrie, die sich hier etabliert hat. Boote jeder Farbe, Busse, die Menschen wieder zurückbringen an ihren Startpunkt, Geländewagen mit riesigen Anhängern, die die Boote wieder flussaufwärts bringen. Was für ein Aufwand. Aber es scheint sich zu lohnen.

Laufen, Schwimmen und nichts tun machen hungrig. Heute mal wieder was aus dem Omnia und ein paar Bratwürste dazu. Das alles in der “Außenküche”.

Natürlich darf das Kochbier nicht fehlen. Nach der üblichen 3/4 Stunden wage ich einen Blick. Sieht gut aus, das wird lecker, aber es ist schon zu lang auf der Flamme, es ist ein wenig verkocht. Schmecken wird es dennoch.

Es ist angerichtet und bei der Aussicht schmeckt es gleich nochmal so gut.

So auch dieser Tag geht schon wieder zur Neige. Jetzt noch ein Glas kühlen Rosé und dann ab in die Koje und den nächsten Tag angehen. Nochmal ein Feiertag mit sicherlich viiiiielen Booten auf dem Fluss.

  • 04.06.2022

Heute geht es also weiter in Richtung Süden. Ein Fahrtag steht an. Bei knapp 30 °C nicht unbedingt ein Vergnügen. Viel mehr wird heute auch nicht passieren.

Aber vor der französischen Grenze steht noch ein Treffen mit Matthias an, damit ich stressfrei einreisen kann, mit meinem Personalausweis.

Gegen 18:30 endlich angekommen, den Platz kurz bezogen und ein kühles Bier geöffnet. Feierabend! Morgen geht es ans einrichten für ein paar Tage.

  • 03.06.2022

Eine perfekte Nacht liegt hinter mir. Leichtes Rauschen von der Doubs und ab und zu ein kleiner Regenschauer machen das Erlebnis perfekt.

Beim Frühstück mal das Wetter checken und entscheiden was heute noch so geht. Schnell wird klar, heute wird ein ruhiger Tag. Immer wieder Regen und Gewitter sind angesagt.

Die Vorhersage hat leider recht, an Wandern ist nicht zu denken. So mache ich mich an die Detailplanung für die Pyrenäen. Strecken heraussuchen, Schwierigkeitsgrad festlegen, in der Navigationssoftware farbig markieren, all das eben. Gerade wenn ich alleine unterwegs bin weiß ich gerne was auf mich zukommt und habe immer 2-3 alternativen parat.

Auch Planung macht hungrig. Draußen kochen ist heute leider nicht drin, aber das Fleisch muss weg, es wäre schade drum. Dann eben auf dem Gasherd und einen kleinen Salat dazu, das sollte reichen.

Pünktlich zum Essen kommt sogar nochmal die Sonne raus. Später noch ein Glas Wein und auch dieser Tag ist Geschichte.

Morgen früh geht es weiter in Richtung Süden dem schönen Wetter entgegen und meinen Personalausweis “ein sammel” bin gespannt, ob alles klappt wie geplant.

  • 02.06.2022

Ich bin gut losgekommen. Nach einem gemütlichen Frühstück bei einem Bäcker geht es noch zur Tankstelle. Trotz der “Preissenkung” eine schmerzliche Sache, aber ohne geht es halt doch nicht.

Der Verkehr auf der Autobahn hält sich in Grenzen und die Schweiz rückt schnell näher. Eine gute Entscheidung, doch donnerstags zu fahren. Die Vignette klebt, fehlt nur noch der Ausweis für den Grenzübertritt. Und was soll ich sagen, er fehlt tatsächlich. Nach ein wenig überlegen ist es klar. Der Ausweis liegt noch auf dem Scanner. Dann hoffen wir mal das keine Kontrolle erfolgt sonst heißt es umkehren.

Freundlich wie immer werde ich durchgewunken. Mama muss helfen, den Ausweis abholen und ich organisiere ein Treffen mit Matthias, der sich Samstag auf den Weg macht. Nach ein paar Telefonaten ist alles geklärt und ich kann beruhigt weiter fahren zu meinem ersten Ziel: Goumois im Schweizer Jura. Den Platz kenne ich schon von Ostern und ist einfach perfekt, Wiese, freie Platzwahl, direkt am Wasser.

Hier lässt es sich aushalten. Jetzt noch den Grill an, ein Bier dazu und dann ein kleines Feuer um die Fliegen zu vertreiben. Bitte schön.

Vor dem ins Bett gehen noch schnell eine Dusche für den Wohlfühlfaktor und dann ab in die Falle. Bis morgen.

  • 01.06.2022

Nach der Planung kommt das Packen, Kleidung, Ausrüstung, Wasser, alles, was das Camper-Leben leichter macht. Mit ein wenig Erfahrung und Routine ist das alles in einem halben Tag erledigt. Getankt wird morgen früh und bei dieser Gelegenheit auch die Luft angepasst. Ich denke, es werden so 3 Bar werden.

Ich hoffe morgen vor der großen Pfingstreisewelle noch wegzukommen

6 Kommentare

  • Hallo Andreas,
    Gute Idee, daher danke für Deine Mühe und für die Möglichkeit,
    Dich zu begleiten!
    Reisetagebuch schreibe ich schon immer, weil
    a) ich die vielen schönen Erlebnisse, die wir haben, auch später noch in greifbarer Erinnerung bewahren möchte, und
    b) ich damit bei den vielen tausend Fotos, die wir machen, leichter ergründen kann, wo das Foto aufgenommen wurde.

    Allerdings schreibe ich
    1. Viel zu viel, was nicht Jeden interessiert, und
    2. Das Ganze mit einem normalen Textprogramm, in das ich die Fotos später erst mühsam einfügen muss.

    Mit Tagebuch-Software wie z.B. Polarsteps, Journey usw. ginge das wohl leichter, damit muss man aber eben erstmal anfangen.
    Mich interessiert nun, womit oder wie Du Dein Tagebuch führst.
    Die Tour, die Du reist, gefällt mir gut, hatte ich schon mal auf dem Plan, was dann aber am Wetter gescheitert ist.
    Aber nur aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.
    Ich wünsch Dir weiterhin eine angenehme Reise mit vielen schönen Erlebnissen!
    Viele Grüße,
    Wolfgang

    • Hallo Wolfgang,

      schön, von dir zu hören. Das mit dem Tagebuch mache ich ganz einfach.
      Da ich es ja auf die Webseite stelle, schreibe ich es direkt in dem Editor der Webseite.
      Auch die Bilder binde ich direkt dort ein. Vorher habe ich sie bearbeitet und hochgeladen.
      Ich wollte auf keinen Fall doppelt arbeiten.

      In den Bergen ist Wetter immer ein Thema, aber ich hatte bisher immer Glück.
      Insbesondere, wenn ich alleine unterwegs bin, gehe ich da auch kein Risiko ein.
      Ist eine Strecke sicher, lasse ich es. Die Bücher der Pistenkuh sind immer ein guter Anhaltspunkt.
      Das eine oder andere Mal frage ich auch nach, ob es mit einem Allrad Sprinter machbar ist oder nicht.

      Ich melde mich, wenn ich wieder da bin, dann mal auf ein Bier

      Viele Grüße

      Andreas

  • Sehr schöne Einblicke in Deine Reise, freue mich schon auf weitere Reisberichte und vielleicht ein Wiedersehen am Longemer.

  • Hallo Namensvetter und langjähriger Ex Arbeitskollege, Kompliment – liest sich gut Dein Tagebuch. Mit unserem Pössl Jumper gehts leider nicht groß ins Gelände, obwohl A/T Reifen hätte ich ja bereits drauf 🤔.
    Wünsche Dir noch viel Spaß und bleib safe !
    LG Andy Kunz 🙋‍♂️

    • Hallo Andy,

      ja stimmt, Ex-Kollegen, aber jetzt doch wieder „vereint“.
      Danke für die Wünsche und das Kompliment, es macht auch Spaß Abends den Tag nochmal nachzuvollziehen.
      Bisher waren alle Strecken auch ohne Allrad zu machen, da ist die Bodenfreiheit wichtiger.
      Wäre aber auch mit freiräumen gegangen.

      Aber wie ich sehe bis Du, seit Ihr auch ganz schön unterwegs. So ist es richtig, die Zeit nutzen.

      Sehe sehr gerne Deine Bilder im Status!

      Auch Euch viel Spaß.

      Und wenn ich zurück bin, gehen wir mal auf ein Bier.

      Liebe Grüße

      Andreas