LandySprinter
Schweizer Runde...

Schweizer Runde…

…zum Steingletscher (unter anderem)

2019 habe ich für mich die Schweiz entdeckt und vor allem die Faszination der Berge. Angeregt wurde ich durch Kai von Travel Camping Living, ein Blogger und Youtuber, der in der Schweiz wohnt und arbeitet und sehr viel unterwegs ist.

Ich will eine Runde fahren und habe mir da mal was zurechtgelegt.

Schweizer Runde...

Bevor es richtig in die Berge geht, bietet sich ein kurzer Spaziergang durch die Aareschlucht an. Ein echtes Highlight.

Meine erste richtige Station ist der Grimselpass. Auf dem Parkplatz der Alpenrösli darf für ein paar € übernachtet werden, wer dort zu Abend isst, kann kostenlos stehen.

Am nächsten Morgen unternehme ich eine Wanderung mit grandiosen Aussichten.

Fest vorgenommen habe ich mir die Panoramastraße Oberarr für 2020. Meine Wanderung verläuft ein wenig oberhalb und lässt nur erahnen welche Aussichten die Straße bieten wird.

Schweizer Runde...

Nach zwei Übernachtungen geht es weiter über den Rhonegletscher mit einer Besichtigung der Gletschertunnel…

absolut sehenswert. Und wer weiß wie lange es das alles noch gibt. Weiter geht es über den Furkapass.

In diesem Hotel auf dem Pass ist Vorsicht beim Heraustreten auf den Hotelbalkon geboten.

Weiter geht es, hinunter nach Andermatt und dann wieder auf der Gotthardstraße nach oben. Ein kurzer Stopp an der Teufelsbrücke und dem Suworow-Denkmal lohnen sich auch inkl. Imbiss in der Hütte.

Bis zum Steingletscher sind es dann noch ein paar kurvige Kilometer. Am Anfang der Gletscherstraße steht eine Schranke. Nach Entrichten einer Gebühr darf sie befahren werden und auch das Übernachten ist erlaubt, jede weiter Nacht kostet dann nochmal ein wenig.

Die nächsten zwei Tage will ich ein wenig wandern, ich fange mal langsam in der engeren Umgebung an, um dann eine größere Tour zu unternehmen.

Das war ja schon mal nicht so schlecht aber am nächsten Tag soll es auf die Tierberglihütte auf 2795m hoch gehen. Ab dem Parkplatz Umpol soll es ca. 2 Stunden dauern bis zur Hütte.

Schweizer Runde...

Zu der Hütte führen unterschiedlich Wege und Klettersteige. Ich entscheide mich für einen „einfachen“ Bergweg. Er beginnt recht harmlos aber dennoch anspruchsvoll. Die Stöcke sind mir dabei eine große Hilfe. Es bieten sich unglaubliche Ausblicke und Impressionen. Menschen Fehlanzeige, zumindest noch.

Immer das GPS im Blick und die blauen Kennzeichnungen komme ich bei weitem nicht so schnell voran wie gedacht, ist eben nicht der Schwarzwald. Nach ca. 2,5 Stunden kreuzen sich der Bergweg und ein Kletterteig. Eine freundliche Klettergruppe gratuliert mir zur Halbzeit.

WAS HALBZEIT?!

OK verstanden, ich werde da heute nicht ankommen. Aber für 2020 ist das ganz eindeutig ein persönliches Ziel, dann mit Übernachtung auf der Hütte, damit kein Stress entsteht. Und mit einem Bier im Kopf das ganze wieder runter, ist völlig ausgeschlossen.

Ich mache eine Rast und drehe dann langsam wieder um.

Ziel zwar nicht erreicht, aber der Tag war unfassbar schön und auch anstrengend. Daher nach der Rückkehr durch aufkommenden Nebel erstmal was Essen.

Unten im Tal sieht dann schon wieder alles klar aus.

Schweizer Runde...

Der Abend zeigt sich dann nochmal in tollen Farben.

Und zur Verdeutlichung, wie sich der Gletscher in den letzten Jahren verändert hat, ein paar Bilder.

Als ich die Bilder mache, kommt eine ältere Dame zu mir und hat mir mit Tränen in den Augen erzählt, dass sie als junge Frau hier mit ihrem Mann das Eisklettern gelernt hat. Da ragte der Gletscher noch weit in den See hinein. Das war ca. 1965. Die Dame war damals 25. Sie war so traurig darüber, das der Gletscher heut kaum noch zu sehen ist.

Sehr schöne Begegnung, die in Erinnerung bleibt.

Hilft aber alles nix, es geht wieder heim auf kleinen Straßen mit schönen Ausblicken.

BIS 2020, ganz sicher!

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